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44.260 Euro Förderung für das Projekt
„Rechenschwäche – kein Schicksal“

(3.6.2011) Die SWM Bildungsstiftung will jungen Menschen helfen, die aufgrund ihrer persönlichen Herkunft bei ihrer schulischen Bildung zusätzlicher Unterstützung bedürfen. Deshalb fördert sie auch das Projekt „Rechenschwäche – kein Schicksal“ des Vereins für Lerntherapie und Dyskalkulie e.V. Hier werden Grundschulkinder individuell betreut, die grundsätzliche Probleme im Fach Mathematik haben. Dr. Florian Bieberbach, Kaufmännischer Geschäftsführer der SWM und Vorstandsmitglied der SWM Bildungsstiftung, hat Projektleiterin Irene von Schwerin jetzt einen Förderscheck über 44.260 Euro übergeben.

Das Fach Mathematik hat eine zentrale Stellung für die Zukunftschancen eines Menschen. Rechenschwache Schüler können in der Regel gar keinen oder keinen befriedigenden Schul- oder Ausbildungsabschluss erzielen, egal wie sehr sie sich anstrengen und wie gut sie in anderen Fächern sind. Im Unterschied zur Legasthenie erhalten Schüler mit Dyskalkulie keinen Nachteilausgleich. Ziel des Projekts „Rechenschwäche – kein Schicksal“ ist es, diese Schüler speziell zu fördern.

Irene von Schwerin: „Durch die Förderung der SWM Bildungsstiftung können wir weitere zwei Jahre lang betroffenen Schülern eine kostenlose Dyskalkulie-Therapie ermöglichen. Für Kinder aus einkommensschwachen Familien, für die keine anderen öffentlichen Förderungsmöglichkeit existiert, ist dies ein einmaliger Beitrag zu mehr Chancengleichheit. Es freut mich, zu sehen, wie entschlossen selbst die Schüler sind, die zuvor im Mathematikunterricht eher negativ aufgefallen waren. Sie begreifen diese Maßnahme als ihre Chance, deshalb sind sie mit großer Disziplin und hoher Motivation bei der Sache.“

Dr. Florian Bieberbach: „In vielen Berufen ist ein grundlegendes Zahlenverständnis sehr wichtig. Es ist ein beachtenswerter Beitrag, den der Verein für Lerntherapie und Dyskalkulie hier erbringt, um die Benachteiligung von Kindern zu verringern. Die SWM Bildungsstiftung unterstützt dieses Projekt, damit noch mehr Kinder ihre Schwächen überwinden und ihre Potenziale voll ausnutzen können.“

Mathe-Probleme erkennen – und Ihnen therapeutisch begegnen

Es geht um Kinder, die im Mathematik-Unterricht den Anschluss verpasst haben. Meist wurde schon seit der 1. Klasse Grundsätzliches nicht oder falsch verstanden. Solche Schüler entwickeln trotz guter Leistungen in anderen Fächern oftmals eine Haltung des „Scheitern-Müssens“, was zu Fachangst, Schulangst und Schulverdruss führen kann. In diesen Fällen greift normale Nachhilfe nicht mehr. Es bedarf spezieller therapeutischer Mittel.

Im Projekt „Rechenschwäche – kein Schicksal“ wird mittels einer qualitativen Lernstandanalyse ermittelt, wo das Verständnis der Zusammenhänge nicht vorhanden oder lückenhaft ist. Entsprechend der festgestellten individuellen Schwierigkeiten werden im Projekt mathematische Gedankengänge neu aufgebaut. So erhalten die betroffenen Schüler wieder den Anschluss an den Unterricht. Und sie werden in den Stand versetzt, die künftigen aufbauenden mathematischen Gedanken zu verstehen.

Die vom Verein entwickelte Methode wurde seit 1989 in Zusammenarbeit mit dem Mathematischen Institut zur Behandlung der Rechenschwäche bereits bei über 4.500 rechenschwachen Schulkindern erfolgreich angewendet. Seit rund einem Jahr gibt es das Münchner Projekt mit 21 Teilnehmern aus der 2., 3. und 4. Klasse. In Zweier- und Dreier-Gruppen erhalten die Schüler die Chance, ihre Defizite abzubauen. Sie erzielen Fortschritte im mathematischen Verständnis und, wie Lehrer übereinstimmend berichten, sie steigern auch ihre Leistungen in anderen Fächern. Selbstwertgefühl und Persönlichkeitsentwicklung profitieren, Sozialverhalten und Integrationsfähigkeit verbessern sich. Entgegen den anfänglichen Einschätzungen zeichnen sich die Teilnehmer durch ein konstantes Lernverhalten aus, was unter anderem dazu führt, dass anfangs eher skeptische Eltern sich zunehmend hinter diese Maßnahme stellen.

Derzeit ist das Projekt voll ausgelastet. Ab November gibt es wieder freie Plätze, für die man sich bereits nach den Pfingstferien anmelden kann.

Ansprechpartner für Lehrer und Eltern betroffener Kinder:
Frau Komninou, Tel. 089-5233142, Montag – Donnerstag von 10.30 Uhr – 14.30 Uhr und Freitag ab 12.00
 

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